Walter Tresch ist am 4. Mai 1948 in Bristen geboren und aufgewachsen. Obwohl Walter Tresch bereits 14 Jahre alt war, als er erstmals einen Skilift benutzte, stand er vorher schon mit grosser Freude fast täglich auf den Skiern. Damals galt es jedoch, mühsam mit den vom Vater gezimmerten Skiern die schneebedeckten Hänge im Maderanertal hochzusteigen, um im Vergleich zu den heutigen Skipisten, eine kurze Abfahrt zu erleben.

Schon vor seiner Karriere als Skisportler war Walter Tresch ein dynamischer Junge, der die Primaschule in Bristen und die Sekundarschule in Amsteg besuchte. Anschliessend absolvierte er eine Lehre als Bauschlosser in Altdorf. Schon damals zeigte sich aber sein sportliches Talent. In athletischer Hinsicht hatte Walter Tresch unter seinen Altersgenossen selten einen Gegner.

Walter Tresch wollte schon als kleiner Junge immer Skirennfahrer werden. Sein Vorbild war damals der Skirennläufer Toni Sailer. Im «gelben Heft» war eine Abbildung publiziert, die zeigte wie man einen Slalom steckt. Daraufhin hat Walter Tresch mit seinem Bruder Werner und Freunden Haselstöcke gesammelt und solche Läufe abgesteckt und versucht, das Gelesene umzusetzen.

Als Walter Tresch Skimaterial benötigte, arbeitete er nach Abschluss der 6. Primarklasse, anstatt direkt die Sekundarschule zu besuchen, auf der «Griessern-Alp» im Maderanertal. Mit dem erarbeiteten Zustupf konnte er sich die gewünschte Ausrüstung zum Skifahren finanzieren. Dies war wohl auch der entscheidende Punkt, an dem sich Walter Tresch endgültig in den Kopf gesetzt hatte, Skirennfahrer zu werden.

Walter Tresch hat Bekanntheit als Allrounder im Skisport erlangt. Seine Disziplinen waren die Abfahrt, der Riesenslalom, der Slalom und die Kombination. Ein grosses Highlight in der Karriere von Walter Tresch waren die Olympischen Spiele in Sapporo im Jahr 1972. Es waren seine ersten Olympischen Spiele und er gewann in der Kombinationswertung die Silbermedaille. Leider war die Kombination zu dieser Zeit noch nicht Olympisch, Walter Tresch durfte sich aber als Vizeweltmeister in der Kombination feiern lassen. 1978 beendete er seine Weltcup-Karriere mit 14 erreichten Podestplätzen, davon vier Weltcupsiege. Anschliessend wechselte er zu den Skiprofis nach Amerika, wo er 1979 Vizeweltmeister wurde.

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